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Forschungsgruppe Aitiologien erhält DFG-Förderung

An der Freien Universität Berlin wird eine neue von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe eingerichtet. Dabei geht es um das in der altertumswissenschaftlichen Forschung etablierte Konzept der Aitiologie. Sprecherin der Forschungsgruppe „Aitiologien: Figuren und Funktionen begründenden Erzählens in Wissenschaft und Literatur“ ist Prof. Dr. Susanne Gödde vom Institut für Religionswissenschaft am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften. Insgesamt werden nach Angaben der DFG vom Montag bundesweit 13 neue Forschungsgruppen gefördert. Sie erhalten zusammen rund 48,6 Millionen Euro. Die neuen Verbünde werden maximal zweimal vier Jahre gefördert. Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren.

News vom 30.10.2023

Das in der altertumswissenschaftlichen Forschung etablierte Konzept der Aitiologie bezeichnet ein Erzählprinzip, das eine ursächliche Verbindung zwischen der Gegenwart einer Gesellschaft – zu einem bestimmten historischen Zeitpunkt – und Narrativen vom Anfang, den Gründen und Ursachen herstellt. Die Forschungsgruppe „Aitiologien: Figuren und Funktionen begründenden Erzählens in Wissenschaft und Literatur“ macht dieses Konzept interdisziplinär fruchtbar und untersucht in diesem Sinne Schöpfungserzählungen, literarische und wissenschaftliche Urszenen sowie politische Gründungsnarrative mit Blick auf ihre jeweiligen Rhetoriken. Die neue DFG-Forschungsgruppe wird in den nächsten vier Jahren mit rund 3,4 Millionen Euro gefördert.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert aktuell bundesweit 182 Forschungsgruppen, 12 Klinische Forschungsgruppen und 17 Kolleg-Forschungsgruppen.


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