Springe direkt zu Inhalt

Performance-Workshop mit Rike Flämig – Intern

23.01.2026 | 11:00 s.t. - 14:00

Zeitsprünge – Performative Strategien zur Reformulierung von Narrativen 

Im Performance-Workshop mit Rike Flämig erleben und reflektieren wir anhand konkreter Bewegungsübungen die Parameter Körper und Raum und erproben ortsspezifisches Arbeiten als Format ganzheitlicher Forschung. 

Anhand von performativen Strategien und ortsspezifischen Ansätzen untersuchen wir gemeinsam:  Wie werden Machtwirkungen in Architektur verräumlicht? Wie kann sich der Körper hierzu kritisch ins Verhältnis setzen? Wie schreibt sich Macht in den Körper ein? Wie wird der öffentliche Körper zum widerständigen Zeichen? Wie wird nicht Sichtbares sichtbar? 

Wie geschieht Verkörperung von Wissen und in welcher Weise fungiert der Körper als Wissensarchiv? Inwieweit funktioniert der Körper als Träger von Narrativen? Wie definiert der Körper in Bewegung die Nutzungs- und Bedeutungsebenen eines Ortes neu? Wie werden so neue Handlungsoptionen erschlossen und alternative Aitiologien formuliert? Wie werden widerständige Praktiken anhand unserer Körper möglich? 

Rike Flämig entwickelt als Performerin & Choreographin ortsspezifische und dokumentarische Arbeiten zu feministischem Erbe und Ossifuturismus. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden u. a. an den Sophiensaelen, den Uferstudios Berlin, im Goethe-Institut Budapest, beim Loikka Dance Film Festival Helsinki und den Kyoto Dance Film Weeks gezeigt. Sie recherchiert zu Verkörperung von Sprache mit ihrem Kollektiv Wild Listening und kuratiert performative Räume für kollektive Erfahrungen mit pio_near. Für ihre Projekte erhielt sie unter anderem Förderungen vom Hauptstadtkulturfonds, der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem Nationalen Performance Netz (NPN). Mit der Tanzproduktion „POSTOST 2O9O - eine ossifuturistische Retrospektive“ (Berlin, 2020) griff sie für die fiktive 100-Jahr-Feier im Jahr 2090 utopische Zukunftsentwürfe der Frauen- und Bürgerrechtsbewegung von 1989/90 auf und erzählt deren potentielle Wirkungsgeschichte anhand von Reenactments im Rückgriff auf zentrale Entwicklungen des Ossifuturismus in den Jahren 2042, 2063 und 2082. Für die Performance-Serie „Tracing Influence - Intervening in Western Cold War Architecture“ im Rahmen der Konferenz „moving (in) constellations - Artistic Interventions as Institutional Transitions“ des Sonderforschungsbereichs „Intervenierende Künste“ entwickelte sie die Performance „Ist das mein Ort?“ (2024) in Auseinandersetzung mit dem Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin.

Zeit & Ort

23.01.2026 | 11:00 s.t. - 14:00

Raum 2.2058 (Holzlaube)
Fabeckstr. 23/25
14195 Berlin